Gemeinsam mit unserer Bundestagskandidatin Katharina Räth sowie dem 2. Bürgermeister von Güntersleben, Gerhard Möldner und dem Vorstandsmitglied Antonio Zeitz ging es am vergangenen Wochenende durch die Straßen von Güntersleben.
Ziel war es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie an die bevorstehende Wahl am 23. Februar zu erinnern. Dabei waren wir unterwegs, um die Anliegen und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger direkt vor Ort zu hören. Dabei durften wir sowohl positive als auch kritische Stimmen der Günterslebener hören!
Wir haben auf jeden Fall viel davon mitnehmen können. Insgesamt waren wir zwei Stunden unterwegs und konnte zahlreiche Haushalte besuchen. Die Gespräche haben gezeigt, wie wichtig der direkte Kontakt zu den Wählerinnen und Wählern ist, um ihre Bedürfnisse und Erwartungen besser zu verstehen.Wir bedanken uns bei allen, die uns ihre Tür geöffnet und ihre Meinung mitgeteilt haben.
Die SPD-Güntersleben bleibt weiterhin im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und freut sich auf eine rege Beteiligung an der Wahl am 23. Februar.
Dürrbachpark – Bau einer Adventure Golfanlage, Sanierung Wasserspielplatz
Gerhard Möldner, der vertretungsweise als zweiter Bürgermeister die Sitzung leitete, begrüßte zu diesem Punkt Herrn Viebahn, vom gleichnamigen Ingenieurbüro.
Einleitend erläuterte Gerhard Möldner, dass die bestehende Minigolfbahn ihr Lebensalter, nach diversen Reparaturen und optischen Verschönerungen, nun erreicht hat. Ebenso weist das Spielschiff auf dem Wasserspielplatz nicht unerhebliche Mängel auf und auch beim Wasserspielplatz selbst „fließt nicht alles rund“. Die mehrmals im Jahr erforderliche Reinigung des durch Sand verstopften Wasserabflusses verursacht hohe Kosten.
Dies vorausgeschickt wurde die Planung für eine Neu- bzw. Umgestaltung des Areals vorgestellt. Der Außenbereich des Bistros soll vergrößert und, durch den in den Startlöchern stehenden Pächter, mit einer großen Holzterrasse attraktiver gestaltet werden. Auf der gesamten Fläche, die bislang vom Großteil der Minigolfbahnen umringt war und somit nur teilweise genutzt wurde, soll eine Adventure Golfanlage mit 18 Stationen gestaltet werden. Auf dem Wasserspielplatz ist ein neues Spielgerät, ein niedriges Wasserbecken für Kleinkinder und eine Veränderung des Wasserablaufes geplant.
Unter Berücksichtigung der Planungskosten und nach Abzug der zu erwartenden Förderung in Höhe von 136 T€ kostet die Gemeinde das Vorhaben zunächst 335 T€. Über die ersten 10 Jahre der Nutzung bzw. Verpachtung wird mit Einnahmen von 112 T€ gerechnet, ebenso sind Minderkosten bei der Pflege und Reinigung von rd. 50 T€ zu erwarten.
Dem Vorhaben wurde nahezu einstimmig zugestimmt.
Hochwasserschutzmaßnahme im Augrund
Aufgrund eines Bescheides der Wasserrechtbehörde ist die Gemeinde Güntersleben dazu verpflichtet, einen Regenrückhalteraum für Oberflächenwasser zu schaffen. Leider sind die für solche Maßnahmen zur Verfügung gestellten Fördermittel bereits ausgeschöpft, so dass die Gemeinde die anfallenden Kosten selbst tragen muss.
Um den Ort bestmöglichst vor Starkregenereignissen zu schützen, wurde vorgeschlagen, neben der geforderten Menge einen weiteren, deutlich größeren Rückhalteraum zu schaffen. Nachdem hierdurch auch die nach Güntersleben folgenden Gemeinden profitieren, stellte das Amt für ländliche Entwicklung für diese freiwillige Maßnahme eine Förderung in Aussicht.
Unter der Voraussetzung, dass diese Förderung gewährt wird, wurde der Beschlussvorschlag einstimmig befürwortet.
Das Wohnprojekt für Senioren, welches am Deisenberg entstehen soll, ist im Ort in aller Munde und auch der Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung im Jahr 2024 erneut damit befasst.
Nachdem wir als SPD-Fraktion seit Beginn der Überlegungen und der Planung dem Projekt sehr positiv gegenüber standen, war es für uns nur logisch und konsequent auch den nächsten Schritt zu gehen.
Ziel ist es, dass sich die Gemeinde an dem Projekt beteiligt, indem sie Räumlichkeiten erwirbt, um darin die Tagespflege und eine ambulant betreute Wohngemeinschaft unterzubringen.
In der Sitzung wurde nun ein Beschluss gefasst, in dem diese Absicht klar zum Ausdruck gebracht wurde.
Finanzielle Details lagen in diesem frühen Stadium des Prozesses noch nicht vor, allenfalls grobe Schätzungen. Dennoch sehen wir die Notwendigkeit, bereits jetzt ein deutliches Zeichen an den Bauträger und die Bürgerschaft zu senden, dass die Gemeinde als verlässlicher Partner das Projekt begleitet.
Gleichwohl ist der Beschluss kein Freifahrtschein für jegliche finanzielle Verpflichtungen oder Beteiliugungen. Vielmehr dient er als Grundlage für die weitere Planung und Abstimmung der konkreten Vertrags- und Finanzierungsdetails.
Die Beteiligung der Gemeinde an dem Projekt birgt nämlich zwei entscheidende Vorteile:
Nur dadurch ist es möglich, das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg als Partner, Koordinator und Moderator an die Seite zu bekommen. Das KU unterstützt dann bei den Vorplanungen sowie bei der Suche nach einem ambulanten Pflegedienst. Zudem fungiert es als Ansprechpartner für alle am Projekt beteiligten Parteien (Gemeinde, Bauträger, Pflegedienst und natürlich Mieterinnen und Mieter). Dafür ist eine Mitarbeiterin zwei Tage pro Woche vor Ort.
Zudem bleiben viele Gestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten in Hand der Gemeinde, die die bestehenden Versorgungsstrukturen erhalten und verbessern sowie neue Angebote schaffen.
Der Gemeinderat hatte nach der Sommerpause eine umfangreiche und inhaltlich wichtige Sitzung vor sich.
Zunächst durften wir als SPD-Fraktion ein neues Mitglied in unserer Fraktion begrüßen. Nachdem Detlef Schnok sein Amt niedergelegt hatte, freuen wir uns nun Michael Jung als neues Gemeinderatsmitglied in unserer Runde willkommen zu heißen. Wir wünschen ihm viel Freude bei der ehrenamtlichen Arbeit!Sein großes Engagement und weitsichtiges Denken hat er bereits in den letzten Jahren bei uns im Ortsverein bewiesen und wir sind uns sicher, dass er diese Eigenschaft auch im Gremium zum Wohle Günterslebens einsetzen wird.
Mit der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans im Bereich zwischen Würzburger Straße und Deisenberg werden nun die Voraussetzungen für das Wohnprojekt am Deisenberg geschaffen. Hier soll in den kommenden Jahren ein Gebäudekomplex entstehen, in der unterschiedlichste Wohnmodelle für Senioren untergebracht sind (Wohngemeinschaften, betreutes Wohnen usw.). Die SPD-Güntersleben begrüßt das Projekt ausdrücklich und schafft mit dem Beschluss zügig die notwendigen Rahmenbedingungen. Die Vereinbarung mit den Johannitern über den Betrieb der Kindertageseinrichtungen wurde nach zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen neu gefasst und fand mehrheitlich die Zustimmung durch den Gemeinderat. Gravierende Änderungen wurden nicht vorgenommen, es wurden jedoch Präzisierungen und redaktionelle Änderungen vorgenommen, die beiden Seiten mehr Verlässlichkeit und Planbarkeit gewähren. Die SPD-Fraktion sprach sich gegen einen kurzfristig eingebrachten Antrag aus, mit dem die Johanniter einen möglichen, selbst erwirtschafteten Überschuss anteilig an die Gemeinde erstatten müssen. Unserer Meinung nach beschneidet so ein Passus die Betreibertätigkeit der Johanniter gravierend und gefährdet die Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Träger und Betreiber. Gleichwohl muss die Entwicklung von Defizit oder Überschuss in den kommenden Jahren genau beobachtet werden und hier ggf. nachgesteuert werden.
Da die Windkraftanlagen auf Günterslebener Gemarkung mittlerweile in die Jahre gekommen sind, rückt das Thema Repowering immer stärker in den Fokus und damit auch die Frage wie sich die Günterslebener Bürgerinnen und Bürger oder die Gemeinde an Errichtung und Betrieb der (neuen) Windkraftanlagen beteiligen können. Hier kommt die Firma Wust, Wind und Sonne ins Spiel, die bereits in Retzstadt Anlagen mit und für die Bürgerinnen und Bürger betreibt und das sehr erfolgreich. Herr Paulus als Geschäftsführer stellte dem Gremium und den Zuhörern das interessante Modell prägnant und präzise vor und zeigte die Vorteile der Schaffung einer „Bürger-Windkraft-GmbH“ vor. Mittels einer einmaligen Geldeinlage ab 5.000 € kann sich jeder an dem Betrieb der Windkraftanlagen beteiligen, wird damit Kommanditist und kann jährliche eine Rendite zwischen 4 und 7 % erzielen. Für die Gemeinde fällt Gewerbesteuer an, welche zweckungebunden den Finanzen zugutekommt. Zwischen 2027 und 2030 kann mit einer Realisierung des Projekts gerechnet werden.
Schließlich wurde auch unserer Feuerwehr ermöglicht neue Einsatzkleidung zu beschaffen, die nach fast 25 Jahre mittlerweile in die Jahre gekommen ist. Eine gute Bewertungsgrundlage erleichterte dem Gremium die Entscheidung, da die Kosten über den vorgesehenen Mitteln lagen.
Nach zahlreichen Sitzungen, vielen Kostenvergleichen und Überlegungen zum Standort, entschloss sich der Gemeinderat einstimmig für die jetzige Form der Renovierung unserer Festhalle. Alles notwendige zu Substanzerhalt, Betriebssicherheit, sowie die Sanitärbereiche wurden erneuert. Auf unsere Anregung hin wurde ein zusätzlicher Notausgang, welcher auch als Liefereingang genutzt werden kann, eingebaut. Der Küchenbereich wurde auf Anregung der Vereine leicht modifiziert. Auf eine neue Küchenausstattung hat man bewusst verzichtet, da hier sehr schnell eine mittlere sechsstellige Summe hätte investiert werden müssen. Um die Außengastronomie zu verbessern, wurde ebenfalls auf Anregung der Vereine, ein Freidach mit Dachbegrünung geschaffen. Die Platzgestaltung wurde durch den Abriss der alten Toilettenanlage, sowie die Barrierefreiheit der Zugänge nicht nur optisch aufgewertet. Energetisch konnte einiges verbessert werden. Neben dem isolierten Dach wurde eine neue Heizung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung installiert. Wir gehen davon aus, dass zusammen mit der neuen Hallenbeleuchtung deutlich weniger Energiekosten auf die Vereine als Veranstalter zukommen werden. Der Einbau eines neuen Bodens sowie das äußere Erscheinungsbild runden die gelungene Ertüchtigung unserer Festhalle ab.
Dies alles konnte nur gelingen, weil neben dem Architekten zahlreiche Günterslebener Firmen Hand in Hand in nur rund fünf Monaten Bauzeit das Bauwerk rechtzeitig zum Maternusfest fertigstellten. Wir als SPD Güntersleben können nur vielmals DANKE sagen. Unser besondere Dank gilt stellvertretend für alle freiwilligen Helfer Inge Hemm und Hubert Schneider. Vielen Dank!
Wieder einmal mehr zeigte sich im gesamten Verfahren:
Unser langjähriges Mitglied des Gemeinderates Detlef Schnok, tritt zum 31.07.2024 aus dem Gemeinderat zurück.
Fraktionssprecher Max Beck würdigte Detlef als einen zuverlässigen, geradlinigen und äußerst engagierten Kollegen in seiner letzten Gemeinderatssitzung, der nie ein Vertreter der lauten Worte und der großen Bühne war, sondern sich überlegt in die Arbeit des Gemeinderates eingebracht hat. Er unterstütze alle Maßnahmen die anstanden durch Tatkraft. 2017 ist Detlef unter Altbürgermeister Joßberger in den Gemeinderat eingetreten und hat bis zu seinem Ende zwei Bürgermeister und eine Bürgermeisterin erlebt. Er selbst beschreibt die Zeit im Gemeinderat als eine tolle, spannende und erlebnisreiche Zeit. Sieben Jahre gehörte er dem Gemeinderat an, stand aber über 30 Jahre regelmäßig für die SPD Güntersleben auf der Gemeinderatsliste. Von 2017 bis Ende Juli 2024 konnte er einige Geschicke der Gemeinde positiv mit beeinflussen. So zum Beispiel den Bau des Ärztehauses, den Umbau des Rathauses, die Übergabe der Kindertageseinrichtungen aus gemeindlicher in Johanniter Hand, Sanierung der Thüngersheimer Straße, Lang-, Büttner- und Schustergasse, die Neu- und Umgestaltung des Birkenweges und die Ende des Monats fertiggestellte Festhalle.
Lieber Detlef, wir als deine Fraktion möchten uns ganz herzlich von dir verabschieden und uns für deine geleistete Arbeit bedanken. Bleib wie so wie du bist im Ort und im Ortsverein uns noch lange erhalten. Alles Gute und nochmals vielen lieben Dank.