Aus dem Bau-, Landwirtschafts- und Umweltausschuss am 22.09.2020

Bauanträge, Bauvorhaben und Renovierungsarbeiten

Zur Überraschung der Ratsmitglieder waren eine Vielzahl von Bauherrn zur Sitzung des BLU gekommen, um die Abstimmung über ihr Bauanliegen zu verfolgen. So wurden die Bauanträge mit Zustimmung der Anwesenden auf der Tagesordnung vorgezogen.

Es wurden den Anträgen zweier neuen Wohnhäuser, erfreulicherweise in der bereits schon bestehenden Wohnbebauung, einstimmig zugestimmt.

Die fertiggestellten Pläne für den neu zu gestaltenden Schülerhort im Haus der Generationen wurden vom Gremium einstimmig freigegeben. Ergänzend hierzu wurden die dem Haus der Generationen gegenüberliegenden elf Parkplätze in der Weinbergstraße ebenfalls einstimmig beschlossen.

Besonders begrüßt wurde die Geschäftsidee eines jungen Landwirtsehepaars, welches einen neuen Aussiedlerhof mit Hofladen aufbauen möchte. Wir wünschen dazu alles Gute und viel Glück!

Im anschließenden Genehmigungsfreistellungsverfahren wurde bekannt gegeben, dass im Wiesenweg ein Wohngebäude mit sechs Wohneinheiten entstehen soll.

Im Folgenden wurde der Auftrag für die Neugestaltung der Straßenbeleuchtung für die Lang-, Büttner- und Schustergasse vergeben. In bewährter Weise wurde dies von unserem Bauhofleiter Herrn Klemmer vorgetragen.

Weiterhin wurde das Streichen der Holzfenster in der KiTa “Villa Kunterbunt“ an einen örtlichen Handwerker vergeben.

Nachdem die Fachaufsicht des Landratsamtes die akustischen Verhältnisse in zwei Gruppenräumen der KiTa „Erdenstern“ bemängelt hat, beschloss der BLU dort Akustikdecken einzubauen.

Programm „Post-Corona-Stadt“

Für das Programm „Post-Corona-Stadt“ einigte sich der Rat auf die Eingabe eines Begegnungsplatzes an einem Retentionsbecken auf der Platte. Spontan viel uns der Name „Spätzplatz“ (Platz der Begegnung, meist für junge Leute) ein.

Gewerbegebiet Fahrental

Im Hauptteil der Sitzung stellten die Planer des Ingenieurbüros Auktor ihre Gedanken zur Entwicklung der Erweiterung des Gewerbegebietes vor. Da bewusst auf eine größere Diskussion verzichtet wurde, äußerten die meisten Ratsmitglieder nur besonders wichtige Argumente und gaben sie den Planern mit.

Es folgten die Bekanntgaben der Verwaltung.

Luftfiltergeräte für Schule und Kindertageseinrichtungen

Die SPD-Fraktion hatte im Vorfeld der Sitzung einen Dringlichkeitsantrag gestellt, welcher als letzter Punkt zwar angesprochen, allerdings nicht in die Tagesordnung aufgenommen wurde. Der Antrag betrachtet die technische Reinigung der Luft in Klassen- und Kitaräumen. So soll die Ansteckungsgefahr durch indirekte Infektion minimiert werden. Basis des Antrages bildet eine wissenschaftliche Studie der Universität der Bundeswehr.

Der SPD-Fraktion ist sehr wohl bewusst, dass es sich bei einer Beschaffung von ca. 20 Geräten dieser Art um eine mittlere fünfstellige Summe handelt.

Dennoch streben wir – zum Wohle der Kinder, Lehrkräfte und Mitarbeiter*innen in den Kindertageseinrichtungen – eine zielführende und umfassende, auf wissenschaftlichen Grundlagen basierende Debatte an.

Wir – als SPD-Fraktion bedauern es, dass der TOP erst in die nächste Tagesordnung aufgenommen wird. Um schnellstmöglich handlungsfähig zu sein, war es unser Ziel den Weg für eine kurzfristige Bestellung vorzubereiten, um so sicherzustellen, dass einerseits ein mögliches Förderprogramm zur Beschaffung entsprechender Luftfiltergeräte (welches am Tag nach der Sitzung durch die Bayerische Staatsregierung mit einem Volumen von 50 Millionen verkündet wurde) kurzfristig genutzt werden könnte und andererseits auch eine Bestellung ausgelöst werden könnte, bevor aufgrund einer zu erwartenden hohen Nachfrage Lieferverzögerungen auftreten.

Aus dem Gemeinderat im September 2020

Mit dem ersten Schultag endete auch die Sommerpause des Gemeinderates. Zu folgenden Tagesordnungspunkten wollen wir berichten:

Stromliefervertrag ab 2021

Am 31.12.2020 endet der Stromliefervertrag der Gemeinde mit den Stadtwerken Würzburg AG. Zum Abschluss eines neuen Vertrages ist auch der Strombezug auszuschreiben und nach der Wirtschaftlichkeit neu zu vergeben. Von vier abgegebenen Angeboten hat wiederum die Stadtwerke Würzburg AG das günstigste Angebot abgegeben, so dass sich der Gemeinderat wieder zu deren Gunsten entschieden hat. Neu ist, dass der Strom zu 100% als sogenannter Ökostrom nach „EE02 Standard“ bezogen wird, wofür sich auch die SPD-Fraktion ausgesprochen hat. Erfreulich ist, dass die Mehrkosten hierfür – ein ähnlicher Verbrauch wie im Vorjahr unterstellt – kaum ins Gewicht fallen.

Einrichtung eines Hortes im Haus der Generationen

Wir berichteten bereits, dass das Dachgeschoss im „Haus der Generationen“ nun ausgebaut und zusammen mit dem Obergeschoss für die Einrichtung eines Hortes genutzt werden wird. Hierfür wurden nun Planungsaufträge an einen Architekten sowie für die Planung Heizung-Lüftung-Sanitär, Tragwerk sowie Elektroanlagen vergeben.

Schaffung von Parkflächen am „Haus der Generationen“

Aufgrund eines Grundstückskaufes durch die Gemeinde wird es möglich sein, die Parksituation rund um das „Haus der Generationen“ deutlich zu entzerren. Auch hierfür wurde für die entsprechende Planung ein Auftrag vergeben.

Teilnahme am „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020“

Das Land Bayern unterstützt die Sanierung und den Ausbau von Sportstätten mit einem Investitionspaket. Nachdem das Dach unserer Tennishallen in Hinblick auf die Statik sanierungsbedürftig ist und diesbezüglich bereits Beschlüsse im Gemeinderat gefasst wurden, bietet sich eine Bewerbung für das Programm an. Der Vorschlag der Verwaltung, eine komplette Sanierung der Hallen einzureichen , wurde diskutiert, weil damit trotz einer möglichen Förderung wohl hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen würden. Insbesondere auch in Hinblick auf die für ganz Bayern überschaubare Gesamtfördersumme in Höhe von 25,5 Mio. Euro (bei ca. 2000 Gemeinden im Freistaat sind dies pro Gemeinde rechnerisch 12.500 EUR pro Gemeinde) schlug Gerhard Möldner vor, sich auf die Sanierung des Daches zu beschränken. Diese Grundlagen liegen bereits vor und können ohne weitere Planungskosten unverzüglich eingereicht werden. Diesem Vorschlag folgte der Gemeinderat einstimmig.

Antrag der SPD-Fraktion auf Einrichtung von „Schutzinseln“ für Kinder in Güntersleben

Die SPD-Fraktion Güntersleben beantragt im Gemeinderat die Einrichtung von Schutzinseln für Kinder in Güntersleben. So soll Kinder eine Anlaufstelle geboten werden, wenn diese dringende Hilfe brauchen. Konzept Die Schutzinsel ist ein Projekt, das Kindern in Güntersleben hilft. Kinder, die im Ort (z.B. auf dem Schulweg) ihr Geld oder ihr Handy verlieren, sich verfolgt fühlen oder kurzfristig Hilfe (z.B. auch ein Pflaster nach einem Fahrradsturz) benötigen sollen für kurze Zeit Schutz suchen können. Einzelhändler und Gewerbebetriebe signalisieren ihre Schutzinselfunktion mit einem entsprechenden Logo am Schaufenster bzw. an der Eingangstür. Das Personal der beteiligten Betriebe wird die Kinder nicht abweisen, sondern in kurzem Gespräch auf die Hilfebedürftigen eingehen und dann gegebenenfalls Eltern, Polizei, Notarzt oder Jugendamt anrufen. Das Projekt Schutzinsel lebt von der Beteiligung der in Güntersleben ansässigen Einzelhändler und Gewerbebetriebe. Das Projekt Schutzinsel wird getragen von der Gemeinde Güntersleben und von örtlichen Partnern. Die Beteiligung an dem Projekt ist für die Betriebe kostenlos und löst keine weiter gehenden Verpflichtungen aus. Die Beteiligung an dem Projekt dient in positiver imagefördernder Weise den beteiligten Betrieben. Jederzeit kann die Beteiligung an dem Projekt Schutzinsel beendet werden. Hierzu reicht die Entfernung des Logo-Aufklebers und eine formlose Mitteilung die Gemeinde. Betriebe, die sich an dem Projekt beteiligen, sollten ihr Personal entsprechend informieren. Das Personal sollte in der Lage sein, im Bedarfsfall auf die Not der Kinder kurz und pragmatisch eingehen zu können und ein oder zwei Anrufe tätigen zu können. Kinder, die um Hilfe bitten, befinden sich in für sie außergewöhnlichen Situationen. Sie haben sich verlaufen, den Bus verpasst, fühlen sich von anderen gehänselt oder gar bedroht. Vielleicht ist es auch nur ein streunender Hund, vor dem sie sich fürchten oder bei ihrem Fahrrad ist die Kette abgesprungen, bzw. der Reifen platt. Manche Kinder sind selbstbewusst und fragen gezielt nach Hilfe, andere weinen vielleicht und wissen nicht wie es weitergeht. Man muss kein Pädagoge sein, um in solchen Situationen angemessen zu handeln, ein wenig gesunder Menschenverstand reicht meist völlig aus. Der Gemeinderat beauftragt die Gemeinde Güntersleben zur Einrichtung von Schutzinseln.

Sicherheitsbericht der Polizeiinspektion Würzburg-Land für das Jahr 2019

Zusammengefasst ist festzustellen, dass die Kriminalstraftaten sowohl bezogen auf den gesamten Landkreis als auch in Güntersleben rückläufig sind. Leider ist in Güntersleben bei der Rauschgiftkriminalität ein massiver Anstieg von 2 auf 27 festzustellen. Die Polizei will dieser Entwicklung auch im gesamten Landkreis einerseits durch verstärkte Kontrollen als auch durch präventive Maßnahmen entgegen wirken. Die Polizeiinspektion Würzburg stellt fest, dass der Landkreis Würzburg zu den sichersten Landkreisen in Bayern zählt.

Bekanntgaben

Bei den Bekanntgaben informierte die Bürgermeisterin unter anderem, dass mit dem Bau der beiden neuen Ampelanlagen in Güntersleben bereits im Oktober begonnen wird. Der Beginn der Baumaßnahme Büttnergasse verzögert sich und ist nunmehr auf den 21.09.2020 terminiert.

Herzliche Einladung

Treffen der Arbeitsgruppen

Im September treffen sich die ersten Arbeitsgruppen. Sie haben sicherlich viele gute Ideen, Wünsche und Anregungen, um unseren Ort weiter voranzubringen, sprechen Sie mit uns darüber.

Diskutieren Sie mit uns am 21.09.2020 über die Frage „Wie familienfreundlich ist Güntersleben?“ und am 28.09.2020 über die “Digitalisierung und Breitbandausbau”. Im Oktober geht es weiter. Am 05.10.2020 treffen wir uns und diskutieren über  „Umweltschutz in Güntersleben“. Auch hier sind wir gespannt auf Ihre Meinung und Ihre Ideen. Zu einem lebenswerten Ort gehört auch die Sicherheit. Daher möchten wir am 12.10.2020 mit Ihnen zum Thema „Güntersleben – Sicher für Jung und Alt“ reden. Die Arbeitsgruppe „Agil. Miteinander. Bürgernah.“ wird sich am 19.10.2020 treffen. Seien sie dabei uns sprechen Sie mit uns über unsere Festhalle.

Alle Veranstaltungen finden um 19.30 Uhr online statt. Wir laden Sie herzlich ein. Wir freuen uns auf Sie, Ihre Anregungen und Ideen!

Aus dem Gemeinderat im August 2020

Aus dem Gemeinderat im August 2020

Der Gemeinderat hat sich im August in die Sommerpause verabschiedet. Nichts desto trotz gab es einige Dinge zu besprechen und zu entscheiden. So fand eine Sitzung des Ferienausschusses statt.

Ersatzbeschaffung eines Baukompressors für den Bauhof

Der im Bauhof vorhandene Baukompressor aus dem Jahre 1986 war immer wieder kaputt. Aufgrund des Alters sind keine Ersatzteile mehr zu bekommen. Schnell waren sich daher die Mitglieder des Ferienausschusses einig und bewilligten einstimmig die Neuanschaffung eines Kaeser Baukompressors.

Digitales Klassenzimmer

Die Digitalisierung unserer Schule wird – insbesondere in Zeiten von Corona und im Zuge des technischen Fortschrittes – immer wichtiger. Daher folgten die Mitglieder des Ferienausschusses dem Vorschlag der Schulleitung 10 Klassenzimmer mit Bildschirm, Notebooks, Soundbar und Dokumentenkamera auszustatten. Zuwendungen erhält die Schule zudem durch Mittel aus dem Förderprogramm “Digitalbudget für das digitale Klassenzimmer” der Regierung von Unterfranken.

Weiterhin wurden Tablets für die Schüler ausgeschrieben.

Die digitale Vernetzung der Räumlichkeiten wurde bereits Ende 2019 abgeschlossen.

Bekanntgaben

Die Sanierungsarbeiten in der Lang-, Büttner-, und Schustergasse werden voraussichtlich am 7. oder 14. September 2020 beginnen.

Siegerbilder des Malwettbewerbs

Siegerbilder des Malwettbewerbs

Mit einem Malwettbewerb für Kinder hat der SPD-Ortsverein etwas Abwechslung in das Familienleben während der Corona-Einschränkungen gebracht. Alle Kinder zwischen 3 und 12 Jahren waren aufgerufen, bis Ende Mai ein selbstgemaltes Bild einzureichen. Dabei konnten sie sich kreativ austoben, und zeigen, was ihre Zukunftsideen für Güntersleben sind.

Wir haben uns über zahlreiche abgegebene Bilder sehr gefreut.

Die Entscheidung für die Prämierung viel uns nicht leicht. Alle Bilder waren toll und mit viel Mühe gemalt. Uns ist sehr deutlich geworden, dass sich bereits unsere jüngsten Bürger*innen enorm viele Gedanken über den Ort machen und interessante, witzige und vielleicht auch umsetzbare Ideen für Güntersleben haben.

Der erste Preis, ein Besuch im Playmobil FunPark mit der ganzen Familie ging an Lena (10). Sie hat einen renaturierten und naturnahen Dürrbach gemalt hat. Den zweiten Preis, in Schwimmbadbesuch im Nautiland, hat Tamara (8) gewonnnen. Sie wünscht sich ein OpenAir-Kino (vielleicht im Dürrbachpark?)! Alle anderen Kinder, die teilgenommen haben, konnten sich ebenfalls über kleine Preise freuen, so dass niemand leer ausging und jeder für seine Ideen belohnt wurde. Die Preisübergabe fand bei besten Wetter im Dürrbachpark statt, der auch bei den Bildern immer wieder aufgegriffen wurde.

Der SPD-Ortsverein und auch die Fraktion im Gemeinderat wissen um die Bedeutung des Dürrbachparks für Kinder und Familien und so ist es uns ein Anliegen diesen auch weiterhin zu gestalten.

Dürrbachpark und Corona

Dürrbachpark und Corona

Leider sehen wir immer häufiger, dass die allgemein gültigen Regeln zum Umgang mit Corona nicht beachtet werden. Wir appellieren eindringlich an Sie: Bitte berücksichtigen Sie die Vorgaben! Wir würden uns sehr freuen, wenn die Gemeinde nicht gezwungen wird durch Nichteinhaltung der Coronaregeln den Dürrbachpark zu sperren. Bitte passen Sie auf sich und auch auf andere auf!

Aus dem Bau-, Landwirtschafts- und Umweltausschuss im Juli 2020

Verkehrssituation Thüngersheimer Straße – Winterleitenweg – Sandgraben

Die Ausschussmitglieder eröffneten die Sitzung mit zwei Ortsbesichtigungen. Wieder mit einem zusätzlichen Vertreter der SPD Fraktion wurde als erstes die Kreuzungs-/Einmündungssituation Thüngersheimer Str/ Winterleitenweg und Sandgraben begutachtet. Um hier künftig einer Verkehrsgefährdung vor allem durch ausfahrende Fahrzeuge aus dem Winterleitenweg entgegenzuwirken wurde mehrheitlich beschlossen eine rechts vor links Regelung in Verbindung mit Fahrbahnmarkierungen anzubringen. Zu einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h konnte sich der Ausschuss noch nicht durchringen. Erst soll beobachtet werden ob bereits durch die neue Vorfahrtsregelung eine Entlastung eintreten wird. Weiterhin soll der nach dem städtebaulichen Entwicklungskonzept vorgesehene Kreisverkehr nicht aus dem Auge verloren werden.

Wasserführung im oberen Sennleinsweg

Als zweite Station wurde die Wasserführung im oberen Sennleinsweg in der Nähe der Maternushütte in Augenschein genommen. Zufrieden zeigte sich der Ausschuss mit den geplanten Maßnahmen des Bauhofes, welche das Auswaschen des Schotterweges durch Regenwasser minimieren sollen.

Stellplatzordung

Zurück im Rathaus wurde unter anderem der Entwurf der Verwaltung zur Stellplatzordnung diskutiert. Neben der notwendigen Anzahl der zu errichtenden Stellplätze auf privatem Grund wurde vor allem die seit den 90er Jahren unveränderte Stellplatzablöse in Höhe von 2550 € behandelt. Nach ausführlicher Diskussion empfiehlt der Ausschuss die Stellplatzablöse auf 3500 € anzupassen. Damit sollen Bauherr*innen ermuntert werden eigene Stellplätze zu errichten, bevor an eine Ablösung in Frage kommt. Im Verlauf des Tagesordnungspunktes entbrannte eine heftige Debatte über den vor allem im Ortskern herrschenden Parkdruck. Dies wird zum einen durch nicht genutzte Stellplätze, aber auch durch unbedachtes Abstellen von Fahrzeugen zunehmend Lieferwagen oder gar LKW verursacht. Nachdem die die Gemeinde kein Durchgriffsrecht auf privaten Grundstücken besitzt, war man sich im Ausschuss relativ einig, dies ähnlich wie in Ringstraße oder Thüngersheimer Str. durch Einzeichnung von Parkflächen, nur für PKW, zu regeln. Begonnen soll sehr schnell in der Gramschatzer Str.

Umgang im öffentlichen Verkehrsraum

Besonders besorgniserregend empfinden wir als SPD-Fraktion den zunehmend rücksichtslosen Umgang im öffentlichen Verkehrsraum. Es wird keine Rücksicht auf Kinder und ältere Mitbürger*innen genommen. Insbesondere an und um das Ärztehaus lässt sich dies beobachten. Obwohl in nur 100m Entfernung ein großer Parkplatz zur Verfügung steht wird hier ungehemmt auf dem Gehweg und sogar direkt vor Hofeinfahrten geparkt. Wir werden uns intensiv dafür einsetzen das ein solches unsoziales Verhalten geahndet wird.

DÜRRBACHPARK UND CORONA

Leider sehen wir immer häufiger auch, dass die allgemein gültigen Regeln zum Umgang mit Corona nicht beachtet werden. Wir appellieren eindringlich an Sie. Bitte berücksichtigen sie die Vorgaben! Wir würden uns sehr freuen, wenn die Gemeinde nicht gezwungen wird durch Nichteinhaltung der Coronaregeln den Dürrbachpark zu sperren.

Bitte passen Sie auf sich und auch andere auf!

Aus dem Gemeinderat im Juli 2020

Rats- und Bürgerinformationssystem

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause beschäftigte sich der Gemeinderat u.a. mit einem Thema, das wir, die SPD-Fraktion, schon seit einigen Jahren immer wieder thematisiert hat und welches auch im Wahlwettbewerb ganz oben bei uns auf der Agenda stand. 

Besprochen wurde die Anschaffung und Einführung eines Rats -und Bürgerinformationssystems. So werden den Mitgliedern des Gemeinderats sämtlich Sitzungsunterlagen und Protokolle elektronisch zur Verfügung gestellt. Ein wichtiger Schritt hin zur digitalen Verwaltung, um mit Hilfe des Programmes Sitzungen effektiv und effizient zu gestalten. Zudem werden enorme Mengen Papier gespart, gut für Umwelt und Finanzen. 

Auch unseren Bürger*innen soll es dann möglich sein, sich im Vorfeld der Sitzungen detaillierter zu den Tagesordnungspunkten informieren zu können, so wollen wir die Transparenz der Gemeindearbeit für die Günterslebener Bürger*innen sicherstellen. 

Erfreulicherweise beschloss der Gemeinderat einstimmig die Einführung des Informationssystems. Folglich kann eine Umstellung in Kürze erfolgen und Güntersleben wird wieder ein Stück digitaler und zukunftsfähiger. Nach einer gewissen Umgewöhnungsphase werden Gemeinderat, Verwaltung und Bürger*innen von dem neuen System profitieren. 

Finanzielle Situation der Gemeinde

In einem weiteren Punkt erläuterte der Kämmerer die finanzielle Situation der Gemeindekasse. Der Haushalt der Gemeinde weißt vorerst trotz “Corona” keine nennenswerten Einbrüche auf, sodass Projekte im 2. Halbjahr wie geplant fortgesetzt werden können.

Vergabe von Aufträgen

Zudem wurden noch zwei Aufträge vergeben. Zum einen müssen die Zuläufe zum Mischwasserkanal in der Thüngersheimer Straße nach der fertiggestellten Sanierung wieder verschlossen werden. Zum anderen wurde der Auftrag für die Beweissicherung im Rahmen der Sanierung der Lang-, Büttner-, Schuster- und Engelsgasse vergeben. Das ist erforderlich, um mögliche Schäden an den Gebäuden, die durch die Baumaßnahme entstehen könnten, entsprechend abzuwickeln.

Aus dem Gemeinderat im Juni 2020

Kindertageseinrichtungen Güntersleben

In der Juni-Sitzung des Gemeinderates stand die Abrechnung der Johanniter für die Kinderbetreuungseinrichtungen der Gemeinde für September bis Dezember 2019 im Mittelpunkt. Zwischen den Gemeinderäten, der Verwaltung und den Johannitern entwickelte sich eine kontrovers, aber sehr sachlich geführt Diskussion, in der sich letztlich nicht alle Sachverhalte bis ins Detail klären ließen. Im Ergebnis wird – über die vertraglichen Verpflichtungen hinaus – den Johannitern auch das Restdefizit nach mehrheitlicher Beschlussfassung durch den Gemeinderat ausgeglichen. Die Gemeinde unterstützt damit die Kindertageseinrichtungen mit einem Betrag in Höhe von ca. 70.000 EUR. Da uns die Bildung der Kinder und Jugendlichen sowie die Unterstützung der Familien in Güntersleben besonders wichtig ist, hat auch die SPD-Fraktion für diesen Beschluss gestimmt.

Es galt, die Sondersituation, dass nur 4 Monate Betrieb abgerechnet wurden, zu berücksichtigen. Zudem waren zahlreiche Neu- und Ersatzbeschaffungen aufgrund des bestehenden Investitionsstaus der letzten Zeit dringend erforderlich.

Für die Zukunft wurde festgelegt, dass der Finanz- und Personalausschuss in einer Sitzung Anfang 2021 die Jahresabrechnung 2020 prüfen wird. Zudem wurde nachdrücklich der Wunsch geäußert, dass das Defizit in den kommenden Jahren reduziert wird. Das wird vermutlich noch mehr als 1 Jahr dauern, wird aber selbstverständlich von den Johannitern, auch aus eigenem Interesse, angestrebt.

Verkehrssicherheit – Ampeln an der Würzburger Straße

Dem Gemeinderat wurde zudem die Errichtung der seit längerem vorgesehen beiden zusätzlichen Ampeln in der Würzburger Straße sowie ein Angebot zur Aufstellung dieser vorgelegt.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Ampelstandort am Lagerhaus (jetziger Fußgängerüberweg).

Der zweite Ampelstandort wurde diskutiert. Dem Antrag der SPD-Fraktion auf Verlegung des neuen Ampelstandortes weg vom Edeka-Markt, näher in Richtung Innenort, wurde nicht zugestimmt.

Wir sind der Auffassung, dass mit einer Verlegung der Ampel in Zusammenhang mit einer Zusammenlegung der beiden Bushaltestellen Mühlweg und Roßstraße (diese sind keine 300 Meter voneinander entfernt) deutlich mehr Fußgänger die Ampel nutzen könnten. Besonders im Blick hatten wir dabei die Schüler*innen, die täglich den Schulbus erreichen müssen und seit Jahrzehnten die Straße ohne Ampel überqueren müssen. Gleiches gilt für die Kindergartenkinder der Villa Kunterbunt.

Mit einer Zusammenlegung der Haltestellen würde man zudem die Kreuzungsproblematik an der Einmündung Würzburger Str. Ecke Roßstraße verbessern, die immer wieder brenzlige Situationen zwischen Fußgängern, dem Bus und Autofahrern verursacht.

Zudem spricht die Frequentierung der Bushaltestelle am Edeka (Mühlweg) nicht unbedingt für einen Erhalt dieser. Unsere Beobachtung zeigt, dass diese Haltestelle nur von relativ wenigen Fahrgästen genutzt wird.

Infrastrukturausbau

Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, den Glasfaserausbau voran zu treiben. Dies ist uns ein Anliegen, um unseren Ort zukunftsfähig zu gestalten. Wir erachten es für dringend notwendig, den gesamten Ort mittelfristig mit Glasfaser zu erschließen. Herr Dr. Först, unabhängiger Berater für Verkehrs- und Umweltplanung, berichtete mit wichtigen Informationen über den aktuellen Stand des Ausbaus im Landkreis Würzburg und zeigte die Ist-Situation in Güntersleben auf. Er stellte verschieden Fördermöglichkeiten der Bayerischen Staatsregierung sowie des Bundes vor. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf einer möglichst diskriminierungsfreien Ausschreibung, sodass der geeignetste Anbieter ausgewählt werden kann und auch dem Bürger die Wahl überlassen wird, mit welchem Anbieter er seine Leitung zukünftig nutzen will. Hierzu ist eine weitere, detaillierte Markterkundung erforderlich, dies wird Hr. Dr. Först in naher Zukunft vorstellen.  

Weiteres

Im Rahmen der Gemeinderatssitzung stellte sich zudem die Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises Würzburg, Frau Carmen Schiller, vor. Es wurde eine Auswertung der Geschwindigkeitsanzeigegeräte im Ort vorgestellt und der Rechenschaftsbericht der Gemeine Güntersleben für das Haushaltsjahr 2019 erörtert.